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Spionage durch den Ex – Schutzmaßnahmen

Wenn zwei Menschen sich trennen, ist oft einer der beiden enttäuscht und manchmal auch rachsüchtig. Die moderne Technik bietet solchen Menschen leider viele Möglichkeiten, den ehemaligen Partner nachträglich mit technischen Maßnahmen zu verfolgen. Spionage durch den Ex ist die Folge. Mir wurde einmal eine Geschichte erzählt, bei der der ehemalige Partner die Fritzbox seiner früheren Freundin manipuliert und zur Überwachung benutzt haben soll. Ob die Geschichte stimmt, konnte ich nicht beurteilen, aber es gibt solche Fälle. Daran besteht kein Zweifel.

Spionage durch den Ex: jeder dritte ist dabei

Die britische PR-Agentur Reboot hat die Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 4.500 Menschen zu genau diesem Thema veröffentlicht. Rund 32 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich in den sechs Monaten nach einer Trennung noch in die Social-Media-Accounts ihrer ehemaligen Partner eingeloggt zu haben. 70 Prozent dieser Personen hatten sich in den Instagram-Account eingeloggt, 61 Prozent bei Netflix, 49 Prozent bei Facebook und immerhin 26 Prozent in die Mailbox der Ex. Letzteren Wert halte ich für am bedenklichsten. Immerhin ist das Mailkonto genau der Bereich, wo alle wichtigen Konten zusammenkommen.

59 Prozent wollten damit vor allem herausfinden, ob die oder der Ex jemand neuen trifft, 28 waren „einfach nur neugierig“, 14 Prozent wollten wissen, ob sie von bestimmten Inhalten oder Fotos ausgeschlossen wurden und 13 Prozent wollten Rache üben, indem sie etwa unter dem fremden Namen Posts veröffentlichten.

81 Prozent fühlten sich danach schlecht, aber jeder fünfte (19 Prozent) hatte deswegen keine Gewissensbisse. 65 Prozent stuften ihr Interesse an dem ehemaligen Partner selbst als „Sucht“ ein und 47 Prozent gaben an, dass sie dieses Verhalten daran hindert, sich selbst weiterzuentwickeln.

Reboot hat mit der Psychotherapeutin Ann Heathcote gesprochen, die folgenden Tipp für Betroffene hat: „[…] focusing on your ex doesn’t enable you to emotionally distance yourself or focus on your personal growth. You must focus on healing yourself and practise self-care instead of focusing your energy on the past.“ Das ist die Seite des Täters. Für das Opfer bleibt oft nur eine Anzeige bei der Polizei, wenn der oder die Ex sich nicht beherrschen kann und zum digitalen Stalker geworden ist.

Maßnahmen gegen Cyber-Stalking

Wer den Verdacht hat, mit Spionage durch den Ex konfrontiert zu sein und das Opfer solcher Nachstellungen geworden zu sein, sollte außerdem schnellstmöglich alle seine Passwörter ändern und eventuell auch technische Geräte nicht mehr einsetzen, die vom Ex stammen. Das Online-Magazin Rest of World hat sich gerade erst ebenfalls mit dem Thema beschäftigt und einen langen Artikel dazu veröffentlicht:

Sahu has no idea how her phone was bugged or for how long she was surveilled. But she has one clue: Her Vivo smartphone was an engagement gift from her husband.

It is likely that Sahu’s phone had off-the-shelf spyware on it. Her husband may have installed it himself or even consulted a private detective before marrying her, who provided him with the phone. In either case, he would have been part of a growing trend of individuals — often, jealous lovers — making use of personal surveillance technology.

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