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Versteckte Hintertüren in Netzwerk-Hardware

Last updated on Dezember 16, 2020

Trump ist nach der verlorenen US-Wahl nun nicht mehr lange US-Präsident. Eines der Themen, das seine Amtszeit aber wohl überdauern wird, ist der Konflikt mit chinesischen Netzwerk- und TK-Herstellern wie Huawei, denen seine Administration den heimlichen Einbau von Hintertüren in ihre Produkte vorgeworfen hat. Huawei hat diese Anschuldigungen immer zurückgewiesen.

Dabei sind amerikanische Hersteller möglicherweise nicht besser. Man denke nur an die zahlreichen gravierenden Sicherheitslücken, die immer wieder in Netzwerkgeräten von Cisco gefunden werden. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters versucht die National Security Agency (NSA) seit längerem, Verträge mit US-Companies einzugehen, um auf ihre Produkte und die darüber übertragenen Daten zuzugreifen. Die Hintertüren sollen einen versteckten Zugriff ohne richterliche Erlaubnis erlauben.

“The government shouldn’t have any role in planting secret back doors in encryption technology used by Americans.” – Senator Ron Wyden gegenüber Reuters

Die NSA habe verschiedene Methoden verwendet, um Backdoors zu platzieren, schreibt Reuters. Teilweise seien Verträge mit Herstellern abgeschlossen worden, um Hintertüren einzuschleusen. In anderen Fällen seien Standards wie Dual Elliptic Curve (Dual EC) manipuliert worden, um über nur dem Geheimdienst bekannte Schwachstellen an verschlüsselte Daten zu gelangen. Ein Beispiel für ein betroffenes US-Unternehmen ist nach Erkenntnissen der Nachrichtenagentur der Netzwerkhersteller Juniper Networks. Sowohl Juniper Networks als auch der Verschlüsselungsanbieter RSA hatten Dual EC zumindest vorübergehend in ihre Produkte integriert. Beide Unternehmen haben dementiert, jemals bewusst Hintertüren eingebaut zu haben.

Das hindert die NSA aber nicht daran, es weiter zu versuchen: „A former senior NSA official told Reuters that many tech companies remain nervous about working covertly with the government. But the agencies’ efforts continue, the person said, because special access is seen as too valuable to give up.“

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