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Wie Whatsapp an Kontaktlisten kommt

Nur die wenigsten Whatsapp-Nutzer verzichten darauf, ihre Kontaktliste mit der Facebook-Tochter zu teilen. Damit das auch so bleibt, verwendet der Dienst einen schmutzigen Trick, den der britische Entwickler Matt Bearman aufgedeckt hat.

Bearman hat analysiert, wie Whatsapp Personen darstellt, mit denen man chatten will, ohne der App aber Zugriff auf die Kontaktliste zu erlauben. Der Dienst hebt die Telefonnummer dann in Schrift und Farbe deutlich hervor, zeigt aber gleichzeitig den Namen des anderen Nutzers weit weniger auffällig ohne Fettung und nur in grauer Farbe an. Wie es anders geht, lässt sich am Beispiel des Messengers Signal ausprobieren. Hier steht der Name im Vordergrund und die Telefonnummer ist nur zweitrangig.

Nach Ansicht von Bearman drängt Whatsapp seine Nutzer damit dazu, ihre Kontaktliste mit dem Dienst zu teilen. Dann werden nämlich die Namen prominent angezeigt und die zugehörige Telefonnummer sogar gar nicht mehr. Damit sei der Dienst weit leichter zu nutzen.

Das Problem ist, dass Whatsapp sich ein solches Verhalten erlauben kann, weil der Dienst sich zum Quasi-Standard für Chats entwickelt hat. Würden Apps wie Signal oder Threema eine größere Rolle spielen, dann würde dies anders aussehen. Zumindest Threema erfreut sich nach eigenen Angaben aber gerade über einen Nutzeransturm:

Der Grund für diese Entwicklung liegt in den neuen Whatsapp-Richtlinien, laut denen der Dienst zumindest außerhalb der EU in Zukunft deutlich mehr Daten mit Facebook teilen wird.

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