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Zunehmende Cyber-Kriminalität

Last updated on Dezember 16, 2020

Die Stimmung am Ende dieses denkwürdigen Jahres ist nicht nur wegen Covid19 angespannt. Während Bayern wieder den Katastrophenfall ausrufen will, meldet der Bitkom-Verband, dass 2020 sechs von zehn Internetnutzern das Opfer von Cyber-Kriminalität geworden seien. Im Vorjahr waren es etwas noch weniger. Der Verband bezieht sich auf eine repräsentative Studie, die von Bitkom Research unter knapp über eintausend Internetnutzern durchgeführt wurde.

Die von Bitkom Research gestellte Frage lautete:

„Welche der folgenden Erfahrungen mit kriminellen Vorfällen haben Sie persönlich in den vergangenen 12 Monaten im Internet gemacht?“

Die Antworten:

49 Prozent der Teilnehmer sagten, dass sie Schadprogramme auf dem Smartphone oder Computer hatten.

Bei 33 Prozent waren persönliche Daten ungefragt an Dritte weitergegeben worden.

17 Prozent mussten erleben, dass ihre Zugangsdaten zu Online-Diensten ausspioniert wurden.

15 Prozent sind in den vergangenen 12 Monaten beim privaten Einkaufen oder Verkaufsgeschäften im Internet betrogen worden.

13 Prozent wurden im Internet verbal massiv angegriffen oder beleidigt.

12 Prozent erlebten sexuelle Belästigungen und 6 Prozent waren im Untersuchungszeitraum mit verfassungswidrigen Symbolen oder extremistischen Äußerungen im Internet konfrontiert.

10 Prozent berichten von Betrug beim Online-Banking.

Bei weiteren 6 Prozent der Nutzer haben sich andere Personen der eigenen digitalen Identität bemächtigt, bei 5 Prozent wurden unerwünscht Mails im eigenen Namen versendet.

Nur 2 Prozent gaben an, dass ihr Computer oder Smartphone mit Ransomware infiziert wurde.

„Cyber-Kriminelle können mittlerweile ohne tiefere IT-Kenntnisse oder großen Aufwand enormen Schaden anrichten“, kommentiert Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

„Dazu kommt, dass es immer mehr vernetzte Geräte und neue Online-Dienste gibt. Das vergrößert die Angriffsfläche insgesamt.“

Von Beleidigungen oder Belästigungen betroffenen Personen empfiehlt sie, Beweismaterial etwa durch Screenshots zu sammeln und die Polizei einzuschalten. Dehmel weiter: „Gegen Schadprograme und Betrugsversuche können sich Nutzer schon mit einfachen Mitteln wehren.” Sichere Passwörter, Virenscanner und Software-Updates gepaart mit gesundem Menschenverstand würden viele Cyber-Kriminelle ins Leere laufen lassen.

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